Mutter Teresa Schwestern

Zweimal war Mutter Teresa in den 80er Jahren in Chemnitz. Bischof Schaffran hatte sie um die Eröffnung einer Niederlassung gebeten.
Am 18. Dezember 1983 war es soweit:
In der Markusstraße zogen vier "Missionarinnen der Nächstenliebe" ein. Der Oberbürgermeister wollte der Bitte von Mutter Teresa mit dem Einwand begegnen: "Aber im Sozialismus gibt es doch keine Armen". Schlagfertig soll Mutter Terese erwidert haben: "Aber es gibt Alte, Kranke und einsame Menschen ...". - Einer Friedennobelpreisträgerin konnte man ihren Wunsch schwer abschlagen.
Seitdem besuchen die Schwestern Alte, Hilfsbedürftige und Alleingelassene, erledigen Einkäufe und putzen für sie, beten mit Kranken und Sterbenden. Seit Oktober 1995 ist die Niederlassung der Schwestern in der ehemaligen Fabrikantenvilla „Kertzscher“ an der Gießerstraße – Ecke Dresdner Straße. Der Ort ist Anlaufpunkt vieler Bedürftiger und Obdachloser. Die Schwestern verteilen Lebensmittel und betreiben eine kostenlose Suppenküche. Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen sie.
Bei der Neugründung der Chemnitzer Pfarrei wurde Mutter Teresa als Patronin gewählt, die die Chemnitzer Katholiken an ihre Berufung zur Diakonie erinnert.
Hintergrund:
1950 rief Mutter Teresa den Orden der „Missionarinnen der Nächstenliebe“ offiziell ins Leben.
Am 19. Oktober 2003 wurde die 1997 verstorbene Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen und 4. September 2016 erfolgte durch Papst Franziskus die Heiligsprechung von Mutter Teresa von Kalkutta auf dem Petersplatz in Rom.
Anschrift:
Missionarinnen der Nächstenliebe
Gießerstraße 2
09130 Chemnitz
Telefon:
0371/4015030

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