Der Südtiroler Künstler Richard Kostner schuf für uns eine Figur unserer Pfarrpatronin, der Heiligen Mutter Teresa.

Am Sonntag, dem 08. September 2019, konnten wir in einem feierlichen Gottesdienst anlässlich des Patronatsfestes unserer Pfarrei in der Propsteikirche St. Johannes Nepomuk eine Holzfigur der Heiligen Mutter Teresa aufstellen und segnen.

Nachdem unsere Pfarrei neu gegründet war und als Pfarrpatronin die Heilige Mutter Teresa gewählt wurde, die ja Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) zwei Mal besucht hat und hierbei eine Niederlassung gegründet hat, in der die Schwestern ihrer Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe bis heute zum großen Segen für unsere Stadt wirken, erfuhren wir von der Möglichkeit, eine Figur unserer Pfarrpatronin schnitzen zu lassen.

Nach Beratung im Pfarrgemeinderat und den Seelsorgeräten wurde beschlossen, Herrn Richard Kostner aus Corvara in Südtirol zu beauftragen, die Heiligenfigur zu schnitzen und sie dann in der Propsteikirche aufzustellen. Im Frühling 2019 war es dann so weit und unsere Mutter-Teresa-Figur konnte ihre Reise nach Chem­nitz antreten.

Die Figur hat ihren Platz am rechten Seitenaltar gefunden, so dass jetzt unsere Pfarrpatronin am rechten Seitenaltar und der Patron der Propsteikirche am linken Seitenaltar zu sehen sind.

(Die Figur der Gottesmutter begrüßt uns jetzt rechts vom Hauptportal und lädt dort ein zum Gebet und zum Entzünden von Kerzen. Die Holzplastik der Heiligen Familie hat einen neuen Platz im unteren Foyer gefunden.)

Ich freue mich immer, wenn ich bei „unserer Mutter Teresa“ vorbeikomme und bitte die Heilige Mutter Teresa um Fürsprache und Segen für die vielfältigen Dienste und Aufgaben unserer Pfarrei. Möge sie uns immer an die Sorge für die armen und notleidenden Menschen erinnern, die Jesus uns besonders ans Herz gelegt hat und unsere Pfarrei und jeden von uns mit Fürsprache und Segen begleiten.

Herr Richard Kostner lebt in Corvara in Südtirol und stammt aus einer richtigen Holzkünstlerdynastie. Schon sein Urgroßvater war Holzbildhauer in St. Ullrich. Er selbst hat sich dieser Kunst neben seiner landwirtschaftlichen Arbeit seit über 60 Jahren verschrieben, nachdem er 4 Jahre an einer Kunstschule in Südtirol studiert hatte. Er selbst sagt, dass er seine Arbeit sehr gern tut, auch wenn es ihm wegen seines Alters immer schwerer wird. Er schnitzt am liebsten (wie auch unsere Figur) mit gut getrocknetem und abgelagertem Zirbenholz, einer Kiefernsorte, die sehr weit oben in den Alpen wächst. Jede Figur modelliert er zuerst in klein mit Knetmasse. Dann wählt er das Holz aus, bearbeitet es zuerst grob und doch vorsichtig mit dem Beil und beginnt dann zu schnitzen. Er verwendet keine Maschinen. Seine Werke sind echte Handarbeit alter Schule. Er sagt: „So ein Werk braucht Zeit. Man kann es nicht in einem Stück arbeiten. Immer wieder braucht es Abstand und Ruhe, damit die Figur auch im Schnitzer selbst wachsen und Gestalt annehmen kann.“

Text: Michael Fox
Fotos: Gregor Nitsche, Ronald Pasler

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(update 19.02.21)

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